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Erfolgsgeschichten

Unsere Partner bei BUYOPA sind für uns losgezogen, um Stimmen junger Menschen einzufangen, die ihre Ausbildung bei BVC bereits abgeschlossen und sich mit Hilfe der erlernten Fähigkeiten ein neues Leben aufgebaut haben. Die Geschichten zeugen von schwierigen Lebenssituationen, Schicksalsschlägen, aber auch von Hoffnung, Stärke und Erfolg!


Obore Justine

Erfolgsgeschichte Obore | Tischler

Mein Name ist Obore Justine, 22 Jahre alt, ich bin ein Tischler des Levels 1. Mein Vater und meine Mutter hatten nie die Möglichkeit zur Schule zu gehen. Ich bin der Erstgeborene von sieben Kindern unserer Eltern.

Mein höchster Schulabschluss ist Primary 7 (Grundschulabschluss), ich konnte nicht mit der Schule weitermachen, weil meine Eltern es sich nicht leisten konnten, da unser Familienhintergrund von häuslicher Gewalt und dem Ringen um gewöhnliches Land zwischen meinem Vater und seinen Brüdern geprägt war.

In meiner hoffnungslosen Situation bewunderte ich meine Freunde und Verwandten, denen es besser ging, die am Unterricht in weiterführenden Schulen oder berufsbildenden Institutionen, welche Trainings für einen höheren Preis anboten, teilnahmen da ihre Eltern in der Lage waren die Schulgebühren zu übernehmen. Ich wusste, für mich gab es keine Chance jemals wieder zu Schule zu gehen.

Es war im Februar 2016 als ich eine goldene Chance bekam als Tischler zu einem relativ günstigen Preis an einem berufsbildenden Trainingsprojekt für gefährdete junge Menschen und marginalisierte Frauen, BUYOPA in Bukedea, lernen konnte. Die Schulgebühren sowie die Lernumgebung sind für arme Menschen erschwinglich und angemessen.

Ich bin BUYOPA für immer dankbar, dass sie mir eine Chance gegeben haben, die ich sonst nicht hätte. Ich bin dankbar, dass sie mein Leben von einem hoffnungslosen zu einem hoffnungsvollen und eigenständigen Leben verändert haben. Als Tischler in einem niedrigeren Level kann ich dennoch jeden Tag Geld verdienen, indem ich meine Tische, Stühle, Türen, Fenster und Schränke, die ich mit Hilfe meiner Handwerkzeuge herstelle, verkaufe.

Ich bin so stolz darauf ein ehemaliger Schüler von BUYOPA zu sein, weil es mein Leben verändert und mich finanziell gestärkt hat. Ich habe das Gefühl, dass ich meiner Zukunft begegnen kann und ich kann meine Eltern dabei unterstützen ihre alltäglichen Bedürfnisse zu stillen sowie die Schulgebühren für meine jüngeren Brüder und Schwestern bezahlen.

Sicherlich hat BUYOPA mein Schicksal sehr stark beeinflusst sowie auch das meiner Familie. „From zero to a hero“: Ich bilde meine jüngeren Brüder zuhause zu Tischlern aus, unterstütze meine Eltern und Schwestern finanziell und ich kann meiner Gemeinde etwas zurückgeben, indem ich Tische der nahegelegenen Grundschule und Kirche repariere. Außerdem bin ich mir meiner Arbeit jeden Tag sicher.

Zusammenfassend denke ich, dass eine Berufsausbildung für die Eigenständigkeit der sicherste Ausweg für gefährdete Kinder und Jugendliche ist. Den Zugang zu Berufsausbildungen zu ermöglichen ist der effektivste Weg junge Menschen von Armut zu befreien.

 

Ariko John Bosco

Erfolgsgeschichte Ariko John | Maurer

Mein Name ist Ariko John Bosco, 21 Jahre alt, ich bin Maurer im Level 1. Als ich ein Jahr alt, war hat mich mein Vater zurückgewiesen, als er sich von meiner Mutter scheiden ließ. Mein Großvater erzählte mir, dass mein Vater verschwunden sei und an einem unbekannten Ort neu geheiratet habe. Auch meine Mutter an verschiedenen Orten und versuchte ein gutes Zuhause zu finden. Ich bin unter der Fürsorge der Eltern meiner Mutter aufgewachsen. Ich bin der Erstgeborene von sieben Kindern meiner wohnungslosen Mutter und unterschiedlicher Männer.

Mit der Hilfe meiner Großeltern konnte ich die Schule nur bis zur sechsten Klasse der Grundschule besuchen, ich konnte meine Schulausbildung nicht fortsetzen, da meine Großeltern es sich nicht leisten konnten. Deshalb blieb ich für viele Jahre zuhause, hoffnungslos und besorgt darüber, was die Zukunft bringen würde.

Es war im Januar 2016, als meine Mutter nach Hause kam und alle darüber informierte, dass sie in Bukedea Stadt war, wo sie damit rang zu überleben und ihre fünf anderen Kinder zu unterstützen, indem sie als Putzfrau in einer Klinik sowie in einem Privathaushalt arbeitete. Meine Mutter erzählte mir von der Möglichkeit eine Berufsausbildung bei BUYOPA zu machen. Das waren so gute Neuigkeiten für mich, obwohl ich nicht wusste ob es funktionieren würde, besonders wegen der Schulgebühren. Meine Mutter fragte mich dann, ob ich nach Bukedea Stadt kommen wolle, um zusammen mit ihr zu arbeiten und so Geld für meine Schulgebühren zu verdienen, ich nahm das Angebot ohne Zweifel oder Angst an und bekam den Job in der Okona Klinik. Der Manager war nett und erlaubte mir am Training teilzunehmen, nachdem ich fertig geputzt hatte. Es war eine schwierige Zeit für mich, weil ich meine Arbeit und das Training vereinbaren musste, manchmal schämte ich mich, wenn meine Kollegen mich ansahen und wegen ihrer Meinung über meine Art zu leben. Ich schämte mich auch für das Leben meiner Mutter und der Kinder, die in Bukedea Stadt lebten, aber ich musste weitermachen bis ich das Training schließlich letztes Jahr (2017) im Juli abschloss.

Ich bin der Verwaltung von BUYOPA so dankbar dafür, dass sie so rücksichtsvoll und verständnisvoll für meine Situation waren, sodass sie mich, wann immer ich aufgrund meiner Lebensweise zu spät zu meinen Unterrichtsstunden kam, ermutigten. Manchmal beriet mich der Direktor (Solomon) wie ein Vater.

Das Berufsausbildungsprojekt unter BUYOPA hat meine Zukunft und mein Schicksal gerettet, ich kenne kein anderes Projekt dieser Art in unserem Land. Ich denke BUYOPA ist das Beste für Menschen wie mich und ich wünsche mir, dass auch andere so eine Chance bekommen. Durch meine Fähigkeiten als Maurer bekomme ich Arbeitsverträge auf dem Bau auf Privatgrundstücken sowie mit Unternehmen, wodurch ich den Lebensunterhalt für meine Mutter und ihre Kinder verdienen kann sowie meine eigenen Bedürfnisse decke.

Ich arbeite hart dafür mein Geld anzusparen, um damit Land zu kaufen und ein Zuhause für meine Mutter zu bauen, denn ich spüre dass ich bestärkt bin verantwortungsvoll, wichtig und ökonomisch zu handeln. Ich bin ein Held und meine Mutter ist eine große Heldin in meinem Leben.